Meer
Grenzenlos ist dein Gesang,
deine Weite und dein Blau.
Deine Lieder sind oft leise,
manchmal aber stürmisch rauh.

Heute flüsterst du ganz zärtlich,
sanft sind deiner Wellen Schlag,
ach, wie soll ich's dir nur sagen,
dass ich dich so innigst mag.

Möchte dich ganz zart berühren
wie ein leichter Sommerwind,
spielerisch mich in dir wiegen,
lächelnd, wie ein kleines Kind.

Wenn der laue Wind dich streichelt,
kräuselt sich dein Türkisblau,
und es glitzert deine Fläche
wie ein Frühlingsmorgentau.
Tausende von Diamanten
glitzern dann im Sonnenlicht,
wenn ein Strahl der heissen Sonne
deine weite Fläche trifft.

Meer, du schenkst mir grosse Ruhe,
deine Grenzenlosigkeit,
in dem stummen Dialog
unsrer stillen Zweisamkeit.

Deine Tiefe ist die meine,
wo sich Reichtum still verbirgt,
in sich ruht mit Urvertrauen,
das nach aussen stille wirkt.

Über dich hinweg fliesst Sehnsucht,
grosse Liebe und auch Glück,
und ich möchte dich umarmen,
jetzt, in diesem Augenblick.


Monika Schudel, Sept 1999 . . .